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Zweite Etage - Historische Schauweberei Braunsdorf

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Zweite Etage


Im 1. Maschinensaal der Historischen Schauweberei finden Sie original erhaltene Webmaschinen der Weberei Tannenhauer und Maschinen, die gezielt in der Region gesammelt und hier aufgestellt wurden.

Außerdem ist hier in vereinfachter Form eine komplette Weberei mit all ihren Stationen von der Schärerei bis hin zur klassischen Schützen-Webmaschine nachgestellt. Beim Rundgang in diesem Saal erhalten Sie damit einen Eindruck, welche Maschinen und Verfahren in einer Weberei unbedingt nötig sind, um Fadenmaterial so vorzubereiten, dass daraus Stoff gewebt werden kann.

Erleben Sie live wie aus über 7500 Einzelfäden filigrane Biedermeierstoffe gefertigt werden - exakt gesteuert von den Vorgängern heutiger Computer.

Das fertige Produkt heißt in der Fachsprache Gewebe - Weben ist eine textile Grundtechnologie und zählt zu den ältesten Herstellungsarten textiler Flächengebilde. Beim Weben werden zwei Fadensysteme rechtwinklig miteinander verkreuzt. Die dadurch entstehende feste Verbindung ist das Gewebe - der fertige Stoff. Die Formelemente der Gewebe sind Fäden. Die Anordnung der Fäden beim Webprozess und ihre Funktion im Gewebe führten zur Einteilung in zwei prinzipielle Fadensysteme, die Kette und den Schuss.

Der Entstehungsprozess eines Gewebes:

Lochkartenherstellung und Musterentwicklung
Diese Abteilung demonstriert die aufwendige Herstellung der Lochkarten, die man für das Weben von Figuren brauchte, um so die Einzelsteuerung zu gewährleisten. Für die Fertigung einer Lochkarte waren drei eigenständige Berufe notwendig: Designer - Technischer Zeichner - Kartenschläger.

Kreuzspulmaschine

Die hier ausgestellte Maschine wurde als erste in den Vorbereitungsabteilungen benötigt. Sie muss das aus der Spinnerei gelieferte Garn auf für die Weiterverarbeitung taugliche, gleichmäßige Ablaufkörper – sogenannte konische Kreuzspulen wickeln. Die fertigen Kreuzspulen können nun in den Abteilungen Schärerei und Schuss-Spulerei für die Weiterverarbeitung der Garne eingesetzt werden.

Spulmaschine für grobe Schussgarne
Die hier gezeigten Spulmaschinen waren zuständig für die Herstellung des zweiten Fadensystems (Querfaden) im Webprozess, welcher ein weiterer Baustein in der Kette der Vorbereitungsarbeiten war. Zuvor auf Kreuzspulen gewickelten Fäden wurden hier nun zu Garnspulen für Schussgarne weiter verarbeitet. Für unterschiedliche Materialien – grobe oder feine Schussgarne - kamen unterschiedliche Spulautomaten zum Einsatz.

Schärmaschine mit Spulengatter
Die in unserem Museum ausgestellte Konus-Schärmaschine mit Spulengatter zeigt die Abteilung, in der das Längsfaden-System – die Ketten oder Kettbäume hergestellt wurden. Der Begriff "Schären" wird abgeleitet von dem Wort "Fadenschar".

Jacquard-Schützenwebmaschine
In der Weberei Tannenhauer stand 43 Webmaschinen auf 2 Etagen. Die hier noch original erhaltene und funktionstüchtige Textilmaschine zeigt die hohe Kunst der Weberei und präsentiert die Einzelfadensteuerung. Auf einer Warenbreite von 1,40 Meter sind über 7500 Kettfäden eingezogen und aufgrund der Vielzahl der Fäden, der Feinheit und der vorgegebenen Farbigkeit - sowie mit Hilfe der Jacquardmaschine die mittels Lochkartenband den Webprozeß exakt steuert - ist man in der Lage, solche filigranen Muster zu weben. Mit dieser Audiodatei (Player ) erhalten Sie einen ersten Eindruck über die 80 Dezibel lauten Maschinen und bei Ihrem Besuch zeigen wir Ihnen gern die Funktionsweise.

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Diese Seite wurde aktualisiert am 30.03.2017

 
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